Ist dieser Blog tot? … Nun…
Einerseits schreibe ich ja gerade diesen Beitrag hier. Und ich verspreche, dass dies kein „Mach’s gut und danke für den Fisch“-Beitrag ist.
Andererseits ist es 226 Tage her seit dem letzte Beitrag. Und das ist keine Zahl einer gesunden, aktiven Website.
Also muss die Antwort auf die im Titel gestellte Frage lauten: „Es ist kompliziert.“
Was ist passiert? Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, um mein Wissen, meine Erkenntnisse und meine Projekte, vor allem rund um die Softwareentwicklung, zu teilen, etwa seit meiner Zeit als Doktorand. Hier sind sowohl meine Projekte an der Universität als auch meine privaten Projekte. Als ich dann von der Wissenschaft in die Industrie wechselte, änderte sich der Fokus natürlich auf meine privaten Projekte, da ich nicht mehr frei über alles schreiben kann, was ich in meinem Job tue. Und mit der Zeit wurden meine privaten Softwareprojekte meiner Meinung nach immer uninteressanter, zumindest was Neuigkeiten angeht.
Es ist nicht so, dass ich gar keine eigene Software mehr schreibe, ganz im Gegenteil. Wer einen Blick auf meine GitHub-Seite wirft, sieht, dass dort ständig neue Updates durchlaufen. Dabei handelt es sich vor allem um kleine Tools, die speziell auf meine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Nichts Ausgefallenes oder Spektakuläres. Es ist also einfach nichts dabei gewesen, worüber es sich meiner Meinung nach gelohnt hätte, hier zu schreiben.
Ich habe in diesem Blog hier auch über andere Hobbyprojekte berichtet, die nichts mit Software zu tun haben. Ich habe jede Menge Hobbys, die in meiner sehr begrenzten Freizeit um meine Aufmerksamkeit buhlen: Gaming natürlich, aber auch Maker-Projekte, inklusive 3D-Druck. Vor einiger Zeit habe ich auch das Warhammer-Hobby wiederentdeckt. Außerdem habe ich jede Menge großartiger Ideen rund um Elektronik und Mikrocontroller. Und, natürlich, habe ich auch ein paar langfristige Softwareprojekte, die ich nicht aufgeben werde. Es gibt also viel, was ich mache und was mir Spaß macht. Viel mehr als ich leider Zeit dafür habe.
Und soziale Medien sind wirklich nicht meins. Ich möchte nicht und werde nicht auf diversen Plattformen meine Projekte, etc., präsentieren. Das ist nicht mein Stil. Ich habe diesen Blog als eine Art Tagebuch gestartet. Soll heißen, ich habe über Dinge geschrieben, über die ich schreiben wollte, nicht weil ich glaube, dass jemand das lesen sollte. Einfach nur, weil ich es aufschreiben wollte. Wenn es jemanden interessiert ist das natürlich fein. Und in diesem Sinne werde ich diesen Blog weiterführen. Ich werde über meine kleinen Projekte schreiben, sei es Software, Maker-Kram, Warhammer, 3D-Druck oder etwas ganz anderes. Es wird zweifelsohne lange Pausen zwischen den Beiträgen geben. Aufgeben werde ich diese Website aber wirklich nicht.